Dein Wildkräuterarchiv: Spitzwegerich

Hallo lieber Rohkostfreund,

Mutter Natur ist wahrhaft eine wundervolle Apotheke. Fast in Vergessenheit geraten ist die abschwellende und blutstillende Wirkung eines ganz besonderen Wildkrautes, namens Spitzwegerich. Wenn wir draußen unterwegs sind und von einem Insekt gestochen werden, oder uns eine kleine Schnittverletzung zufügen, kann Spitzwegerich ein leicht auffindbarer Helfer in der Not sein. Einfach ein Blatt im Mund ankauen und anschließend auf die betroffene Stelle legen. Spitzwegerich zu finden, dürfte auch wirklich nicht allzu schwierig sein, da er als treuer Wegbegleiter eigentlich überall wächst, wo wir uns bewegen.

 

Schon früher erinnerte die Form des Spitzwegerichs die Menschen an einen Lungenflügel. Deswegen heißt es auch in der volkskundlichen Überlieferung, dass wenn er aussieht, wie ein Lungenflügel auch bestimmt gut für die Lungen ist. Und wenn wir die Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs genauer unter die Lupe nehmen, wird schnell klar, dass er genau das enthält, was uns bei trockenen Beschwerden im Lungen-, Halsbereich hilft. Außerdem ist er antibakteriell, antiseptisch, auswurffördernd, blutreinigend, desinfizierend, entzündungs­­hemmend, harntreibend, Reiz mildernd, Schleim­haut­ schützend und zusammenziehend.

 

Die Blätter wachsen bodennah in einer Rosette, haben einen glatten Rand und sind leicht behaart. Sie sind schmal, länglich, stiellos und erreichen eine Länge von ungefähr 20 Zentimetern. Gut zu erkennen sind sie durch ihre fünf bis sieben Rippen an der Blattunterseite. Insgesamt wächst dieses heilende Wildkraut bis zu einer Höhe von 50 Zentimetern heran.

 

Der Vitamin C-haltige Spitzwegerich ist in der Küche vielseitig einsetzbar. Besonders, wenn im Frühjahr die zarten Blätter austreiben, ist er mit seinem pilzartigen Geschmack eine pfiffige Zutat in Wildkräutersalaten, Rohkostkäse und rohen Aufstrichen. Die kleinen Samen der Pflanze kannst du vorsichtig herauslösen, roh essen oder getrocknet über Salate, Dips und Müslis streuen. Natürlich kannst du Spitzwegerich mit anderen essbaren Wildkräutern wie Gänseblümchen, Sauerampfer, Kerbel, Giersch und Löwenzahn kombinieren. In Smoothies würde ich nicht mehr als 2 bis 3 Blätter zufügen, da der Geschmack sonst zu intensiv werden kann. Zusammen mit Spinat, Apfel, Banane, Feldsalat und Zitrone kommt er bei Smoothie-Liebhabern sehr gut an. Ein weiterer guter Mix ist Spitzwegerich mit Marille und Apfel. Mhhhh…..yummy 😋

 

Wenn du viel Basilikum oder Petersilie im Garten hast, bietet es sich auch an, ein Pesto zu machen. Ergänzend kannst du ein paar wenige Blätter Spitzwegerich dazu mischen, um eine völlig neue Geschmacksrichtung zu kreieren.

 

Viel Freude beim Wildkräuter sammeln,

deine Bharati mit dem Team von Rawbalance

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